JaboG 33 · F‑104G · PA‑200

JETMANDE

Fighter Pilot — 2380 Flugstunden auf F‑104G Starfighter und PA‑200 Tornado
Erinnerungen, Geschichten, ein Buch

KapitelFortlaufend
StatusAktiv
StandortCelle
01

Einleitung

Freunde, willkommen!
Du interessierst dich hauptsächlich für mein berufliches Leben, aber vielleicht auch für mein privates?

Dann verweise ich dich auf meinen YouTube-Kanal.

Dort kannst du stöbern, dir Videos anschauen, und dabei fast alles über mich erfahren.

02

YouTube

Drei Kategorien, die nach und nach mit neuen Kapiteln wachsen. Hier bekommst du textliche Darstellungen einzelner Video-Episoden — wenn du gerne liest, als Ergänzung zu Videos schauen, dann ist das hier vielleicht etwas für dich.

Standby — Kapitel folgen

Hier entstehen nach und nach einzelne Starfighter-Stories. Sobald ein Kapitel fertig ist, sag mir Bescheid und ich trage es ein.

Persönliche Botschaft · Video · 09:05

Selbstbestimmung ist
kein Zustand.
Sie ist ein Besitz.

Eine Botschaft an die Jugend — über meine Flucht aus der DDR 1956, meinen Dienst als Kampfpilot und euer Recht, nein zu sagen.

Veröffentlicht 09.08.2026
Rolle F‑104 Starfighter & Tornado, 20 Jahre
Bezug Grundgesetz, Art. 4

Meine Eltern sind 1956 mit mir und zwei Koffern aus der DDR geflohen — damit ich frei entscheiden darf, wer ich sein will. Achtzehn Jahre später habe ich als Kampfpilot genau dafür meinen Dienst geleistet: nicht für den Krieg, sondern gegen ihn.

„Alles, was man besitzt, kann einem auch genommen werden.“

Meine Flucht aus der DDR. Geboren in einem Land, das es nicht mehr gibt. 1956 packten meine Eltern zwei Koffer und flohen — nicht in den Urlaub, sondern aus einem Staat, in dem es nur einen Weg nach oben gab: über die Partei. Kinder wurden in der Schule beiläufig über ihre Eltern ausgefragt, weil Kinder immer die Wahrheit sagen. Das war kein Film. Das war Alltag.

Nicht vorbei: Russland heute. Was ich beschreibe, ist keine Vergangenheit — es ist ein Betriebssystem, das jederzeit wieder hochgefahren werden kann. Gerade jetzt versucht es Russland in der Ukraine: Menschen werden für einen Satz, ein Wort, ein leeres Schild verurteilt. Es gibt dokumentierte Fälle, in denen Kinder ihre eigenen Eltern angezeigt haben.

Mein Dienst als Kampfpilot — Abschreckung statt Krieg. 20 Jahre Kampfjets: erst die F-104 Starfighter, dann der Tornado, mitten im Kalten Krieg, wenige Flugminuten von der Grenze. Kein Heldentum — Handwerk, Wetter, Technik, Checklisten, Alarmstarts. Der Sinn dahinter war einfach: so bereit sein, dass ein Angriff unkalkulierbar gefährlich gewesen wäre. Die Mauer fiel, ohne dass ein einziger Panzer rollte. Das ist Abschreckung.

Euer Recht zu verweigern. Ihr habt das Recht zu verweigern — es steht im Grundgesetz, Artikel 4. Genau dieses Recht ist Teil dessen, was uns von denen unterscheidet, gegen die ich 25 Jahre lang stand. In der DDR durfte man nicht verweigern, im Warschauer Pakt nicht, in Russland heute immer noch nicht. Dass ihr überhaupt Nein sagen könnt, ist das Ergebnis genau jener Freiheit, um die es hier geht.

Der Appell: entscheidet euch bewusst. Ich halte niemanden für einen Drückeberger — sondern für normale Menschen, die keinen Krieg wollen, so wie ich selbst keinen wollte. Mein ganzes Berufsleben war darauf trainiert, dass er nicht stattfindet. Meine Bitte: die Entscheidung aus dem richtigen Grund treffen — nicht aus Bequemlichkeit, nicht weil es alle machen, sondern weil man wirklich hingeschaut hat.

Eure Möglichkeiten

Nicht „werdet alle Soldaten" — sondern entscheidet euch bewusst. Freiwillig auf Zeit oder als Reservist: die Bundeswehr ist mehr als Gewehr und Gelände. Und wenn es die Uniform wirklich nicht sein soll, hält auch das den Zusammenhalt am Leben.

Wehrdienstfreiwillig, auf Zeit oder als Reservist
Sanitätsdienstmedizinische Ausbildung fürs Leben
TechnikWartung, Gerät, Handwerk
LuftfahrtFlugbetrieb & Bodenpersonal
IT & CyberSysteme, Netze, Abwehr
LogistikNachschub, Transport, Planung
THWTechnisches Hilfswerk
FeuerwehrBrand- & Katastrophenschutz

Passt auf euch auf — und passt auf das auf, was ihr habt.

90 % meiner Zuschauer sind über 50. Wenn dieses Video die Jugend erreichen soll, dann nur, weil jemand es weiterschickt.

Frank
Luftnotfall · Erlebnisbericht
1800
FT · ALTIMETER

Gravity war unser
Antrieb.

8. Februar 2008 — Triebwerksausfall im Reiseflug und die Notlandung, die folgte. Ein Bericht aus erster Hand.

Datum 08.02.2008
Phase Reiseflug, 1.800 ft
Kennung D-ERBY
Ausgang Beide Insassen unverletzt
Der Bericht

Ein klarer, sonniger Tag im Februar — Sicht wie durch Glas, kein Wölkchen am Himmel. Genau der Tag, den man sich für einen Streckenflug wünscht. Mein Freund Detlef saß links, ich rechts, auf dem Rückflug nach Celle. 1.800 Fuß, alles ruhig. Ich hatte die Kamera dabei und filmte, als Detlef plötzlich sagte: „Was war das?"

Ich hatte nichts bemerkt. Ein kurzer Blick über die Instrumente — alles im grünen Bereich. Wie sich wenig später herausstellen sollte: nur scheinbar.

Etwa 30 Sekunden nach Detlefs Bemerkung fällt die Drehzahl auf rund 2.000 U/min ab. Nur Sekunden später beginnt das Triebwerk heftig zu vibrieren. „Motor abstellen" — ich übernehme automatisch die Steuerung. Als Fluglehrer habe ich diese Situation unzählige Male mit Schülern trainiert. Jetzt musste ich selbst beweisen, dass es sitzt.

Mit einem Mal ist es sehr still. Die Schwerkraft ist jetzt unser Antrieb. Ich fliege bestes Gleiten und suche am Boden nach einer geeigneten Landestelle — die Frontscheibe ist mit Öl überzogen, ich muss seitlich aus den Fenstern schauen. Wir waren zum Glück im richtigen Moment am richtigen Fleck: eine Stelle ist gefunden, wir halten darauf zu.

MAYDAY · MAYDAY · MAYDAY
Delta Echo Romeo Bravo Yankee
Triebwerksausfall — Triebwerksausfall
Position: ca. 8 NM südöstlich von Diepholz

Bremen Information meldet sich mit einer Rückfrage. Keine Zeit dafür: „Sorry Bremen, keine Zeit für euch jetzt." Funkgerät aus. Detlef schaltet parallel die Batterie ab und schließt die Kraftstoffleitung. Nur Sekunden später sind wir am Boden. Die Landung selbst — perfekt. Doch beim Absenken der Nase fehlt die Höhenruder-Wirksamkeit: Das Bugrad gräbt sich in den tief aufgeweichten Boden, wird nach hinten verbogen, und wir kommen abrupt zum Stehen.

Handschlag mit Detlef - wir gratulieren uns gegenseitig. Wir steigen aus. Erst jetzt merke ich, dass meine Knie zittern. Wenig später kommt eine Kindergeburtstagsgesellschaft aus der Nachbarschaft dazu — sie hatten die Landung gesehen und wollten helfen. Für sie sicher genauso ein Abenteuer wie für uns.

Telefonisch melde ich Bremen Radar, dass es uns gut geht. Ein Rettungshubschrauber war bereits alarmiert und im Anflug — ich höre ihn im Hintergrund und lotse den Piloten per Handy und über Bremen Information direkt zur Landestelle.

Ursache & Nachspiel

Bei der Untersuchung der Panne stellte sich heraus: die Kurbelwelle war gebrochen. Hätten wir das Triebwerk nicht sofort abgestellt, hätte sich der Propeller nur Sekundenbruchteile später lösen können — mit Schadenspotenzial für Flugzeug, Sachwerte oder Personen am Boden.

Technischer Befund

Kurbelwellenbruch. Die sofortige Reaktion — Motor abstellen, bevor der Propeller sich löste — verhinderte weiteren Schaden.

Ein paar Stunden später holten uns zwei gute Freunde aus dem Flugverein ab. Die Geschichte war damit aber noch nicht zu Ende: Der Boden war so aufgeweicht, dass die Bergung mit Kran oder Lkw nicht möglich war. Am nächsten Tag sollte ein Hubschrauber die Maschine ausfliegen — doch nur wenige Minuten nach dem Start begann das Flugzeug am Lastseil unkontrolliert zu pendeln. Dem Hubschrauberpiloten blieb nur eine Möglichkeit: Ausklinken. Und damit war die D-ERBY nun nur noch ein Schrotthaufen :-)

Und hier ist der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Mn02ZBJYRL8

Ich hoffe für uns beide, dass wir so etwas nie wieder erleben müssen.

Danke fürs Zusehen.

Frank
03

Buch

Ein Kapitel aus dem entstehenden Buchprojekt.

Kapitel 1

Abflug März 1973

Die Triebwerke der Bundeswehr-Boeing 707 „Otto Lilienthal" heulen auf Höchstlast, das Flugzeug erhebt sich langsam in die Lüfte. Ich sitze am Fenster, das Herz voller Aufregung und Zufriedenheit. Es ist kaum zu glauben, dass ich einer von nur 3 % der Bewerber bin, die das strenge Auswahlverfahren zur fliegerischen Ausbildung bestanden haben. Ich bin stolz, weiß aber auch, dies ist erst der Anfang.

Die Erinnerungen an die letzten Wochen sind noch frisch. Drei intensive Tage in Köln, Auswahlverfahren. Psychologische Tests, Interviews, Sportübungen und Mannschaftsspiele, um unsere Teamfähigkeit zu prüfen. Es war eine Herausforderung, aber auch unglaublich spannend. Ich kann mich noch gut an die anderen Kandidaten erinnern, die genauso nervös und entschlossen waren wie ich.

Zurück in der Stammeinheit begann das Warten – es fühlte sich endlos an. Dann, endlich, kam der lang ersehnte Tag. Die letzte Hürde wartete: das Flugmedizinische Institut der Bundeswehr in Fürstenfeldbruck.

Dort, in den sterilen Räumen des Instituts, durchlief ich gründliche Untersuchungen. Jeder Test, jede Untersuchung war entscheidend. Die abschließende Besprechung war der Moment der Wahrheit.

Das helle Licht des Untersuchungsraumes blendete mich leicht, als ich auf dem harten Stuhl saß und auf die Diagnose wartete. Mein Herz klopfte wie wild, und die Sekunden zogen sich wie Stunden. Der Arzt, ein älterer Herr mit grauem Haar und scharfen Augen, blickte mich ernst an. „Es tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Sie Jet untauglich sind," sagte er schließlich. „Ihr rechtes Auge wird irgendwann einmal kurzsichtig werden."

04

Interview buchen

Aus erster Hand — Gespräche über Fliegerei, Dienstzeit und Cold-War-Luftfahrt.

Option A

Einzelinterview

Ein persönliches Gespräch unter vier Augen — per Video-Call, Telefon oder vor Ort nach Absprache. Geeignet für Podcasts, Recherchen, Dokumentationen oder redaktionelle Beiträge.

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Option B

Gemeinschaftsinterview

Ein Gespräch mit mehreren Beteiligten gleichzeitig — z. B. für Gruppen-Podcasts, Panel-Formate oder gemeinsame Redaktionsrunden.

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Interviews finden gegen Bezahlung statt, Konditionen nach Absprache. Bei Interesse einfach per E-Mail melden — mit kurzer Vorstellung des Vorhabens, gewünschtem Format und Zeitrahmen.